RotoVib - Teststation für die automatisierte experimentelle Modalanalyse

Finite Elemente Modell Validierung

Verfahren zum Vergleich von Simulationsmodell- und Modaltestdaten

Validierung des Finite-Elemente-Modells: Simulationsmodell vs. Modaltest

Finite-Elemente-Modelle (FE-Modelle) können die Entwicklungszeit und -kosten erheblich reduzieren, da sie per Computer-Simulation berechnet werden und weniger Prototypen erforderlich werden. Hauptsächliche Herausforderung bleibt, dass diese FE-Simulationsmodelle das Verhalten des realen Bauteils vorhersagen sollen. Kern der Finite-Elemente-Modell-Validierung besteht darin, die Simulationsergebnisse mittels echter Messdaten aus dem Experiment, der so genannten experimentellen Modalanalyse (Modaltest), zu validieren. In den meisten realen Fällen müssen FE-Modelle für ein validiertes Modell mit belastbaren experimentellen Daten abgeglichen werden, damit eine prognostizierte Bauteildynamik, Funktion und Schwingverhalten unter Last oder mit feinen Anpassungen auch zutrifft. Wenn das FE-Simulationsmodell nicht mit der experimentellen Realität übereinstimmt, reicht es nicht für Konstruktionszwecke aus.

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Typischer Versuchsaufbau für die Validierung von FE-Simulationsmodellen

Für experimentelle Schwingungsprüfungen als Gegenstück zum FE-Simulationsmodell müssen Messobjekte montiert und natürlich zum Schwingen angeregt werden. Die Probenanregung muss so gewählt werden, dass sie den relevanten Frequenzbereich abdeckt und an geeigneten Stellen erfolgt. Dieser Ansatz unterscheidet sich von der numerischen FE-Simulation, die nur die inhärenten Eigenschaften eines Prüflings berücksichtigt. Sie löst die Differentialgleichung der Bewegung für einen angenommenen Satz von Materialeigenschaften und weiteren Randbedingungen. Daher handelt es sich bei den Ergebnissen eines Versuchs streng genommen erst einmal nur um das Antwortverhalten des Prüflings auf eine bestimmte Anregung bei der jeweiligen Befestigung. Die Moden werden aus den experimentellen Ergebnissen durch ein Curve-Fitting-Verfahren extrahiert, das Teil des Postprocessing ist.

Modaltestdaten mit Laservibrometrie zur effizienten Validierung von FE Simulationsmodellen
Modaltestdaten mit Laservibrometrie zur effizienten Validierung von FE Simulationsmodellen

Validierung von FE-Modellen mittels Scanning Laser-Doppler-Vibrometrie

Kann ich den Testdaten vertrauen? Bei der Wahl des Aufbaus für Modaltests sollten die Randbedingungen des FE-Modells nachgebildet werden, um einen Vergleich von Finite-Elemente- und realen Messergebnissen zu ermöglichen. Die Parameter wie Frequenzbandbreite, Auswahl und Position der Messpunkte müssen der Aufgabe entsprechen. Massebeladung oder Versteifungseffekte sind zu vermeiden oder während des Modellierungsprozesses zu berücksichtigen. Licht als Sensor macht Scanning Laser-Doppler-Vibrometer zu einem idealen Messinstrument für die FE-Modellvalidierung. Die optische Messmethode bietet eine außergewöhnlich hohe örtliche Auflösung, da die Proben-Oberfläche softwaregesteuert, automatisch und vollkommen berührungslos abgetastet wird. Die animierten 2D/3D-Schwingformen bieten eine intuitive Visualisierung. Das reduziert Unklarheiten im nachfolgenden Validierungs- und Bewertungsprozess. Die resultierende höhere Anzahl von Messpunkten ermöglicht ein exakteres Curve Fitting im Post-Processing, wodurch lokale Parameterabweichungen wie lokale Dämpfung oder lokale Änderungen in der Massenverteilung besser erkennbar werden.

Design & Entwicklungsprozess nutzt die experimentelle Modalanalyse zur effizienten Validierung der Modelle
Design & Entwicklungsprozess nutzt die experimentelle Modalanalyse zur effizienten Validierung der Modelle
Phasen der Produktentwicklung
Produktentwicklungsphase 01: FE-Modellsimulation
Produktentwicklungsphase 01: Brückenschlag vom Entwurf zur realen Welt, Optimierung von Simulationsmodellen auf Basis realer Prototyp-Messdaten
Produktentwicklungsphase 02: Messpunkte definieren
Produktentwicklungsphase 02: Definition des Modaltests, Messpunkte entsprechend den CAE-Anforderungen
Produktentwicklungsphase 03: Messparameter definieren
Produktentwicklungsphase 03: Parametrisierung der Messung, Festlegung von Bandbreite, Auflösung und Anregung
Produktentwicklungsphase 04: Automatisches Laserscanning
Produktentwicklungsphase 4: Automatisches Laserscannen, SW-gesteuerte Fokussierung gleicht geringfügige Abweichungen von CAE zur realen Geometrie aus
Produktentwicklungsphase 05: Bewertung und Visualisierung von 3D-Modellen
Produktentwicklungsphase 05: Visualisierung und Bewertung anhand frequenzselektierter 3D-Animationen von Durchbiegungsformen
Produktentwicklungsphase 06: Kurvenanpassung, Extraktion modaler Parameter (Resonanzfrequenzen, Modenformen und Dämpfung) sowie MAC-Analyse und FE-Korrelation
Produktentwicklungsphase 06: Kurvenanpassung, Extraktion modaler Parameter (Resonanzfrequenzen, Modenformen und Dämpfung) sowie MAC-Analyse und FE-Korrelation
Produktentwicklungsphase 07: FE-Modellaktualisierung, Optimierung
Produktentwicklungsphase 07: FE-Modellaktualisierung, Modelloptimierung als geschlossener Designzyklus

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FE-Korrelation mit Simulationsmoden: Frequenz, Dämpfung und MAC Analyse

Zwei Parameter dienen wesentlich zum Vergleich von FE-Modell und Experiment: die Eigenwerte und Eigenvektoren, welche sich aus den Bewegungsdifferentialgleichungen im Modell ergeben. Sie entsprechen den Resonanzfrequenzen und Schwingformen eines experimentellen Versuchs. Der einfachste Ansatz besteht darin, die Frequenzen auf einer Seite gegenüberzustellen und die Eigenvektoren und Moden visuell zu vergleichen. Die Verwendung des Modal Assurance Criterion (MAC) zum Vergleich der Moden ist darüber hinaus ein gängiger Weg, um einen objektiveren und quantitativen Vergleich zu erhalten. Die MAC Analyse erfordert Eigenschwingungs- anstelle von Betriebsschwingformen (ODS) als Eingangsgröße. Diese werden durch ein Curve-Fitting-Verfahren als Teil des Postprocessing aus den Versuchsergebnissen extrahiert.

MAC Analyse als Ergebnis der FE Modellvalidierung zum Abgleich von Simulation und Modaltestdaten
MAC Analyse als Ergebnis der FE Modellvalidierung zum Abgleich von Simulation und Modaltestdaten

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Im Video: Warum FE-Modelle validieren mit Messdaten von Laservibrometern?

Für einfache Prüflinge, wie beispielsweise gegossene Metallplatten, können heutige FE-Modelle die Schwingungsmoden und Resonanzfrequenzen sehr genau vorhersagen, sofern die finiten Elemente denn sinnvoll gewählt sind. Mit der Komplexität der modellierten Stukturen wird auch die Vorhersage schwieriger. Sobald es mehrere Komponenten gibt, die miteinander verbunden sind, oder wenn diese aus Verbundwerkstoffen bestehen, fehlt den Simulationsergebnissen erst einmal die Genauigkeit. Daher müssen solche FE-Modelle anhand realer Versuchsaufbauten und Messdaten verifiziert werden. Wenn diese die experimentell erhobenen Daten im Rahmen der relevanten Betriebszustände korrekt vorhersagen, kann man das Modell als validiert bezeichnen. In den meisten realen Fällen allerdings müssen Finite-Elemente-Modelle anhand von Versuchsdaten überprüft werden, um ein validiertes Modell mit Aussagekraft zu erhalten, das anschließend zur Vorhersage der Bauteildynamik unter Last dient oder die Reaktion auf kleine Anpassungen richtig vorhersagt. Stimmt das Modell mit der experimentellen Realität nicht überein, ist es nicht ausreichend belastbar für weitere Enwicklungsschritte.

MEMS & Mikrostrukturen: Wie Laservibrometer FE-Modelle validieren

MEMS-Transducer finden sich in vielen Alltagsgegenständen wider, von Reifendrucksensoren bis hin zu Mobiltelefonen. Computersimulationsmodelle sind für die Entwicklung von MEMS-Bausteine unerlässlich, müssen aber durch Vergleiche mit präzisen Messdaten validiert und verfeinert werden. Diese Validierungsdaten, welche die reale und physikalisch-mechanische Reaktion eines MEMS charakterisieren, lassen sich mit laserbasierten Micro System Analyzern und optionaler Wafer-Probe-Station besonders genau erheben. 

Die mechanische Resonanz ist die grundlegende Dynamik der MEMS. Sie wird für Gyroskope (Gyros), Massensensoren, optische Scanner, Oszillatoren usw. verwendet. Ein zentraler Forschungsbereich an MEMS-Resonatoren besteht darin, höhere Resonanzfrequenzen zu erreichen und neue Anwendungen zu erforschen. Elektrostatische und piezoelektrische Effekte sind zwei wichtige Antriebsprinzipien. Beide Typen können durch Laservibrometer selbst in hohen Frequenzbereichen geprüft werden. 

Mehr zu Prüfmethoden für MEMS & Mikrosystemtechnik

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Aufbau eines mikromechanischen HF-Signalpfads zur Validierung des FE-Modells
Durch FEM berechnete Modenformen zur Validierung des FE-Modells für einen mechanisch gekoppelten piezoelektrischen “Disk”-Typ-MEMS-Resonatoren
Durch FEM berechnete Modenformen zur Validierung des FE-Modells für einen mechanisch gekoppelten piezoelektrischen “Disk”-Typ-MEMS-Resonatoren
Gemessene Schwingform eines piezoelektrischen „Disk-Typ“-Resonatoren, gemessen mit einem Scanning Laservibrometer für Hochfrequenztests und FE-Modellvalidierung auf MEMS
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Eigenfrequenz des RF-MEMS-Schalters zur Validierung der FEM-Simulation, G. Schrag, Universität München
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Testkapazitäten outsourcen: Auftragsmessungen & Applikationsservice zur FEM Validierung

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Unsere PolyXperts freuen sich auf Ihre Anfrage. Bei komplexen und größeren Strukturen können automatisierte Messungen im RoboVib Testcenter die Prüfzeit und Time-To-Market signifikant reduzieren. Polytec bietet mehrere Prüfzentren weltweit – in Waldbronn (Süddeutschland), Plymouth - Michigan (USA) und Yokohama (Japan) – für Auftragsmessungen und Dienstleistungen. Setzen Sie sich mit Polytec in Verbindung, um individuelle Unterstützung zu erhalten, oder senden Sie uns Ihre Probe zur kostengünstigen Validierung Ihrer FE-Simulationsmodelle.

Auftragsmessungen & Applikationsservice zur FEM Validierung
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